Co-Working

Wörtlich übersetzt bedeutet Co-Working “nebeneinander arbeiten” oder “zusammenarbeiten”, egal ob Freelancer, Startups, digitale Nomaden oder Mitarbeiter eines Unternehmens – alle sind willkommen! Das Konzept trat erstmals in einem Co-Working-Space in den USA, genauer gesagt in San Francisco im Jahre 2005, auf. Heutzutage hat sich das anfängliche Phänom in den Großstädten als neue Arbeitsform der Arbeit 4.0 etabliert und ist nun auch in kleineren Orten aufzufinden. Neben dem Arbeiten im Büro und im eigenen Zuhause stellen Co-Working Spaces einen “dritten Ort” als Alternative dar. Diese Variante zeichnet sich vor allem durch Flexibilität, Unabhängigkeit und Zugänglichkeit aus. Durch den Community-Gedanken und dem offenen Austausch in den Spaces entsteht aus verschiedenen Personen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen eine Gemeinschaft. Neben der offenen und sympathischen Atmosphäre sind die Spaces in der Regel modern und angenehm gestaltet, was die Motivation und den Spaß an der Arbeit fördert.

Co-Working: ein Teil von New Work?
Die Grundidee von New Work entstand erstmals in den 1980er Jahren dank einer Automatisierungswelle in den USA. Diese Automatisierung eliminierte die Notwendigkeit von Fabrikarbeitern an Montagelinien, sodass Alternativen nötig waren. Der Philosoph und Gründer der New-Jobs-Bewegung, Frisjof Bergman, arbeitete damals in einer solchen Fabrik. Er beschreibt dies als Wandel der Arbeitswelt, was das kapitalistische Arbeitsmodell gewissermaßen auf den Kopf stellte. Anstatt Arbeit als Mittel zum Zweck zu sehen, stellen die Menschen ihre Bedürfnisse in den Vordergrund. Ziel des New-Work-Ansatzes ist es, Arbeit und Privatleben in Einklang zu bringen. Das bedeutet, dass Lohnarbeit nicht mehr primär zur Sicherung des Lebensunterhalts eingesetzt werden soll. Vielmehr müssen die Tätigkeiten, die eine Person unternimmt, für sie sinnvoll sein. Die heutige Arbeitswelt erfordert ständige Innovation, nicht ständige Wiederholung von Arbeitsabläufen. Dies erfordert eigenständiges Lösungspersonal, was wiederum ein hohes Maß an Motivation und Entwicklergeist voraussetzt. Dieser strukturelle Wandel in unserer heutigen Arbeitswelt, die durch die Digitalisierung, Globalisierung und den Anforderungen und Bedürfnisse der Generation Y bedingt ist, verändert die Wettbewerbsanforderungen, wodurch Arbeitsplätze zukünftig neu definiert werden müssen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Anforderungen des Arbeitsmarktes sowie die individuellen Bedürfnisse der potenziellen Mitarbeiter zu berücksichtigen, um hoch qualifizierte Personen für sich zu gewinnen.


Unternehmen, die sich dem Wandel anpassen, bieten ihren Mitarbeitern mehr Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten sowie des Arbeitsortes an. Gleitzeitmodelle und Home-Office sind erst der Anfang. Der New-Work-Ansatz beinhaltet innovative Konzepte, wie das Digitale Nomadentum. Dies ist eine starke Erweiterung vom Home-Office. In der Regel haben digitale Nomaden keinen festen Wohnsitz und sind so jederzeit mit dem Laptop im Gepäck auf der Reise. Durch die passenden Technologien und die digitale Kommunikation ist das Arbeiten an jedem Ort möglich. Ein weiteres Konzept sind die Fluiden Teams. Hier wird statt in fixen Teams mit fluiden Teams gearbeitet. Je nach Projekt, wird ein neues Team zusammengestellt, welches so lange zusammenarbeitet, wie es für das Projekt notwendig ist. Nach Abschluss werden die Teams wieder ausgetauscht und die Team-Member neuen Aufgaben zugeteilt. So kommen unterschiedliche Mitarbeiter in Kontakt und erweitern durch den Austausch ihr Wissen. Die beiden genannten Konzepte setzen eine demokratische Führungskultur voraus. New-Work-Leader stehen ihrem Team unterstützend zur Seite und helfen den Mitarbeitern dabei herauszufinden, was sie wirklich antreibt. Starre Hierarchien und der Top-Down-Prozess gehören bei dem New-Work-Ansatz der Vergangenheit an. Auch die räumliche Aufteilung nach Position wird nicht gerne gesehen. Räumlichkeiten werden nach spezifischen Zwecken wie z.B. für konzentriertes Arbeiten, Meetings und Telefonate aufgeteilt. In Co-Working-Spaces sind für letztgenannte Aktivitäten Telefonboxen zu finden, die für eine ideale Privatsphäre sorgen.


Co-Working-Spaces zeichnen sich nicht nur durch die smarten räumlichen Aufteilungen aus, sondern auch durch den offenen Austausch der Community, die Zusammenarbeit und die Zugänglichkeit zu unterschiedlichen Personen und Märkten. Alles Werte, die den “New-Work-Ansatz“ beinhalten. Neben der fortschrittlichen Arbeitsform, die das Co-Working-Konzept repräsentiert, wird zusätzlich durch den Community-Austausch ein Work-Life-Style dargestellt. Das Arbeitsumfeld schafft eine Lernumgebung und somit eine neue Arbeit der Weiterentwicklung im sozialen Umfeld. Dies erfüllt das Bedürfnis der heutigen Arbeitswelt, da es die oft eintönige Arbeit mit mehr Leben und Spaß erfüllt. In der Regel bieten die Spaces unterschiedliche Events und Workshops an, was die Abwechslung erhöht und das Wissen in verschiedenen Gebieten erweitert, sowie den Spaßfaktor unterstützt. Es wird deutlich, dass Co-Working-Spaces viele Faktoren des New-Work-Konzeptes beinhalten und die Bedürfnisse der heutigen Zeit erfüllen und dadurch für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit sorgen. Für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern mehr Freiheit und Austausch anbieten möchten, um für mehr Zufriedenheit und Ausgleich zu sorgen, sind Spaces sehr vorteilhaft.

Warum ist Co-Working für Startups attraktiv?
In Co-Working-Space profitieren Startups von der Vielfältigkeit der Persönlichkeiten vor Ort. Das Kennenlernen an der Kaffeemaschine kann schnell von einer Konversation zur Feststellung von Synergieeffekten und letztlich zu einer Zusammenarbeit führen. Der Austausch und Ausbau des Netzwerkes sind durch die Gemeinschaftsräume, Veranstaltungen und die offene Kultur einfach. Er entsteht oft automatisch. Speziell junge Gründerteams haben die Möglichkeit, vom Erfahrungsaustausch mit anderen Coworkers zu profilieren. Verglichen mit dem Homeoffice oder der Arbeit in einem vom Unternehmen gestellten Büro hat das Co-Working-Space aufgrund des Community-Gedankens den Vorteil des vielfältigen und offenen Netzwerkes. Zudem besitzen bekannte Spaces mehrere Standorte, die das Arbeiten auf Reisen erleichtern und zu einem weiteren Ausbau des Netzwerkes in verschiedenen Hotspots führen. In den meisten Fällen stellt sich das Coworking für Startups neben den Netzwerkvorteilen ebenfalls kostengünstiger dar. Viele Kosten wie Kaffee, Internet, Empfang, Reinigung sowie das flexible Nutzen von Räumlichkeiten und Druckern nach Bedarf stellt sich im Vergleich zu einem klassischen Büro als eine kosteneffizienten Alternative dar.
Wir von Graham & Scales® sitzen selbst im Co-Working-Space WeWork Hamburg am Axel-Springer-Platz und fühlen uns sehr wohl! Der tägliche Austausch mit verschiedenen innovativen und inspirierenden Startups verschönern unseren Alltag. Bei Herausforderungen unterstützen wir Gründerteams und feiern Erfolge gemeinsam vor Ort. Wir freuen uns, dich/euch ins WeWork einladen zu dürfen und dir/euch die Co-Working-Welt zu zeigen. Melde dich gerne bei uns!

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